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Marktinformation 26.11.2019
Incoterms 2020

Eine neue Fassung der Incoterms tritt ab dem 01. Januar 2020 in Kraft und bringt vielfältige Änderungen mit sich. Die von der Internationalen Handelskammer herausgegebenen Lieferbedingungen regeln wesentliche Käufer- und Verkäuferpflichten im internationalen Handel, wie z.B. der Übergang einer Ware an den Käufer, Transportkosten, die Haftung für Verlust und Beschädigung einer Ware und die Versicherungskosten.

Mit der Anpassung der Incoterms 2020 an die aktuellen globalen Handelspraktiken ist die Neu-Fassung hochaktuell und von hohem Praxisbezug. Ziel der Überarbeitung war eine Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit der Incoterms Klauseln. So wurde deren Darstellung überarbeitet, um den Nutzern die Auswahl der passenden Klausel zu erleichtern. Daneben wurden die Reihenfolge der Klauseln geändert und jeder Klausel überarbeitete Anwenderhinweise beigefügt.

Inhaltlich wurden im Vergleich zu den Incoterms 2010 insbesondere folgende Änderungen vorgenommen:

  • Verschiedene Deckungshöhen in CIF und CIP: Wie bisher trifft auch in den Incoterms 2020, Klauseln CIF (Cost Insurance Freight) und CIP (Carriage Insurance Paid), den Verkäufer die Verpflichtung, auf eigene Kosten eine Transportversicherung abzuschließen. Anders als in den Incoterms 2010 sehen die beiden Klauseln nunmehr allerdings unterschiedliche Mindestdeckungen vor. Die bei Vereinbarung der Klausel CIF zu beachtende Mindestdeckung bleibt unverändert. Die durch den Verkäufer abzuschließende Transportversicherung muss auch weiterhin zumindest der Deckung gemäß den Klauseln (C) der Institute Cargo Clauses oder ähnlichen Klauseln entsprechen (Versicherung benannter Gefahren). Bei Vereinbarung der Klausel CIP muss der Verkäufer nunmehr Versicherungsschutz entsprechend den Klauseln (A) der Institute Cargo Clauses eindecken (All Risk- Deckung). Sowohl bei Verwendung der Klausel CIF als auch der Klausel CIP steht es den Vertragsparteien frei, eine abweichende Versicherungsdeckung zu vereinbaren.
  • Aufnahme sicherheitsbezogener Anforderungen: Sicherheitsbezogene Anforderungen an den Transport der Ware wurden nunmehr in die Regeln A 4 und A 7 jeder Incoterms 2020 Klausel aufgenommen. Wie in Bezug auf die weiteren Incoterms Klauseln ist auch hier zu berücksichtigen, dass die Incoterms- Klauseln unmittelbar nur für die Parteien des Kaufvertrags gelten, und nicht Gegenstand des Beförderungsvertrages sind.
  • Die Incoterms 2020 beinhalten Regelungen für die Beförderung mit eigenen Transportmitteln in FCA, Delivery at Place (DAP), Delivery at Place Unloaded (DPU), und Delivered Duty Paid (DDP).
  • Für Waren, die unter der FCA-Klausel (Free Carrier) verkauft und für den Seetransport vorgesehen sind (wie etwa Waren in Containern), sieht FCA künftig eine neue Option vor. Käufer und Verkäufer können sich darauf einigen, dass der Käufer seinen Frachtführer anweist, dem Verkäufer ein Bordkonossement nach der Verladung der Ware auszustellen. Gleichzeitig ist der Verkäufer verpflichtet, dieses Bordkonossement dem Käufer zu übergeben. Dies geschieht typischerweise über beteiligte Banken.
  • Umbenennung DAT in DPU (Delivered at Place Unloaded = Geliefert benannter Ort entladen). Nach der Incoterms 2010 Klausel DAT hatte der Verkäufer die Ware geliefert, sobald diese vom Beförderungsmittel an einem „Terminal“ entladen war. Allerdings war nach den Anwendungshinweisen zu den Incoterms 2010 der Begriff „Terminal“ nicht in technischer Hinsicht zu verstehen, sondern es war jeder beliebige Entladeort gemeint. Diesem Umstand wurde in den Incoterms 2020 Rechnung getragen, indem die bisherige Klausel DAT klarstellend in DPU (Delivered at Place Unloaded) umbenannt wurde. Künftig kann daher jeder beliebige (vereinbarte) Ort der Bestimmungsort sein.

    Die Incoterms gelten zwischen den Parteien eines (nationalen oder internationalen) Kaufvertrags und behandeln - jedoch nicht abschließend - spezielle Rechte und Pflichten innerhalb dieses Vertragsverhältnisses. Anhand einer somit gewährleisteten einheitlichen Festlegung sollen spätere Auslegungsprobleme oder Unstimmigkeiten zwischen den Kaufvertragsparteien vermieden werden. Es bleibt weiterhin zu berücksichtigen, dass die Incoterms aufgrund ihres Charakters als AGB-ähnliche Bestimmungen keine gesetzliche Regelung darstellen und somit nur dann rechtskräftig werden, wenn sie zwischen den Parteien des Kaufvertrags mittels entsprechender Bezugnahme wirksam vereinbart worden sind (für die Incoterms 2020 auch möglich bereits vor dem 01.01.2020). Unabhängig davon gehen jedoch im Einzelfall entgegenstehende gesetzliche Regelungen einer Incoterm-Klausel immer noch vor.

    Überarbeitet wurden die Incoterms von 500 Experten aus mehr als 40 Ländern. Die Klauseln sind weltweit anerkannt und werden in mehr als 30 unterschiedlichen Sprachen verwendet.
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News 14.11.2019
„Ohne Kultur kann es keine echte Compliance geben“

Verantwortung, Integrität, Vertrauen und Ehrlichkeit – zahlreiche aktuelle Studien und Forschungsergebnisse belegen, dass ein wertebasierter Compliance-Ansatz, wie ihn DACHSER seit zehn Jahren verfolgt, den wirksamsten Schutz gegen die möglichen Risiken von Wirtschafts- und Unternehmenskriminalität bietet.

Marktinformation 13.11.2019
Verzögerung des Brexit - Was ist trotzdem zu beachten?

Wie bekannt wurde sind für den 12. Dezember 2019 vorgezogene Unterhauswahlen in Großbritannien angesetzt. Die EU hat zudem einer Verlängerung der Frist für den Brexit auf den 31.Januar 2020 zugestimmt. Somit ist die Gefahr eines No-Deal Brexit vorerst gebannt. Sollte vor dem 31.01.2020 eine Einigung über den ausgehandelten Vertrag erfolgen, so tritt die dann vereinbarte Übergangsfrist bis vorerst 31.12.2020 in Kraft.

Egal ob es sich jedoch um einen „weichen“ oder einen „harten“ Brexit handelt, eine Zollvollmacht der betreffenden Empfänger ist essentiell für die Abwicklung der Sendungen von und nach UK. Daher bitten wir unsere Kunden weiterhin ihre Empfänger darauf hinzuweisen uns die notwendige Zollvollmacht zu übermitteln.

Über die weitere Entwicklung halten wir Sie auf dem Laufenden.

Pressemitteilung 29.10.2019
DACHSER erhält den IMD Global Family Business Award 2019

Klare Governance-Strukturen, operative Exzellenz und ein hoher Qualitätsanspruch begründen die Auszeichnung.

Die IMD Business School mit Sitz in Lausanne hat DACHSER mit dem renommierten Global Family Business Award ausgezeichnet. Stellvertretend für das Unternehmen und die Eigentümerfamilie nahmen Bernhard Simon, CEO DACHSER SE, und Birgit Kastner-Simon, Corporate Director Corporate Marketing, die Auszeichnung im Rahmen der Jahreskonferenz des internationalen Netzwerks der Familienunternehmen (Family Business Network International) in Udaipur, Indien, entgegen.

Pressemitteilung 21.10.2019
Edoardo Podestá rückt an die Spitze von DACHSER Air & Sea Logistics

Langjähriger Managing Director der Region Asia Pacific leitet ab sofort das globale Luft- und Seefrachtgeschäft von DACHSER.

DACHSER ernennt Edoardo Podestá zum Chief Operations Officer (COO) des Business Fields DACHSER Air & Sea Logistics. Podestá löst damit Jochen Müller ab, der die Position bisher innehatte.

Marktinformation 21.10.2019
Harter Brexit - Wichtige Maßnahmen im Vorfeld

Auch wenn es in den Verhandlungen zwischen der EU und Großbritannien einige Bewegungen gibt, kann der "No deal" Brexit am 31. Oktober 2019 weiterhin nicht ausgeschlossen werden.

Die Folgen eines Austritts ohne Deal am 31. Oktober, insbesondere für den Warenverkehr nach und von Großbritannien, sind bekannt. In erster Linie sind längere Wartezeiten aufgrund von Grenzkontrollen und der Zollabfertigung aller Waren gemäß den WTO-Regeln zu erwarten. 

DACHSER wird geeignete Maßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass alle Waren, die am 31. Oktober nach 23.00 Uhr MEZ (00.00 Uhr MEZ) aus dem Vereinigten Königreich eintreffen und aus dem Vereinigten Königreich transportiert werden, verzollt und entsprechend versteuert werden.

Hiermit möchten wir die wichtigsten Punkte und Maßnahmen nochmals aufzeigen, um die Auswirkungen und Verzögerungen bei der Lieferung für unsere Kunden so gering wie möglich zu halten. 

Folgende Informationen und Dokumente müssen im Fall eines Hard Brexit für die Zollabfertigung zur Verfügung stehen, bevor die Ware abgeholt wird:

  • Frachtbrief
  • Handelsrechnung / Proformarechnung
  • Packliste / Lieferschein
  • Ausfuhrbegleitdokument (kann bei Bedarf von uns ausgestellt werden) 
  • Präferenzdokumente und andere produktspezifische Dokumente, wenn möglich und erforderlich.

Stellen Sie bitte sicher, dass diese Dokumente die folgenden Informationen enthalten: Absender mit EORI-Nummer; Empfänger mit Kontaktdaten; Importeur, falls abweichend vom Empfänger mit Kontaktdaten; fortlaufender Rechnungsnummer; Incoterms; Anzahl und Art der Pakete; Warenbeschreibung; Ursprungsland; Taric-Code; Warenwert; Währung; Brutto-/Nettogewicht. 

Achten Sie auf eine hohe Datenqualität der Informationen - die Dokumente müssen eindeutig zu der jeweiligen physikalischen Lieferung passen.

Werden uns die Dokumente in elektronischer Form zur Verfügung gestellt, sollten sie nach Möglichkeit einer Auflösung von 300dpi entsprechen. 

Wie oben kurz beschrieben, benötigen wir von Ihrem Empfänger/Importeur einen Ansprechpartner für die Zollabwicklung, einschließlich dessen Kontaktdaten, damit wir diesen kontaktieren können, um die erforderliche Zollvollmacht zu erhalten. Ohne Zollvollmacht können wir keine Zollabfertigung durchführen .

Bitte beachten Sie, dass wir auch für Sendungen nach Irland detaillierte Sendungsinformationen wie Anzahl und Art der Pakete, Beschreibung der Waren und den Wert der Waren benötigen, da wir neben dem direkten Seeweg von Kontinental-EU nach Irland auch im Transitverfahren durch das Vereinigte Königreich transportieren werden. Anfangs empfehlen wir Ihnen, diesen Sendungen ein T2L Dokument hinzuzufügen, da es noch nicht sicher ist, ob der irische Zoll ein T2 Dokument als Nachweis für Waren im freien Verkehr der EU nach dem Transit durch das Vereinigte Königreich akzeptiert.  

Innerhalb unserer eLogistics-Anwendung werden die zollrechtlich möglichen Incoterms geändert. Zu Beginn sind in eLogistics nur FCA/EXW (ab Werk) oder DAP (Delivered At Place = Geliefert benannter Bestimmungsort) möglich, um den Prozess sicherzustellen. Auch die EDI-Informationen bezüglich der möglichen Incoterms müssen angepasst werden, der Verantwortliche Ihrer DACHSER Niederlassung wird sich mit Ihnen in Verbindung setzen, um die notwendigen Änderungen abzustimmen.

Wir bitten um Ihr Verständnis und Ihre Mitarbeit, damit DACHSER in diesem Ausnahmefall eines harten Brexit Ihren Warenfluss so effizient und reibungslos wie möglich gestalten kann. 

Die wichtigsten Vorbereitungsmaßnahmen haben wir in unserer Brexit Checkliste zusätzlich aufgeführt.

Für weitere Fragen steht Ihnen Ihre DACHSER Niederlassung zur Verfügung.

Marktinformation 21.10.2019
Erhöhung der Mautsätze in Österreich ab 2020

Die österreichische Regierung hat per Gesetz die Mautgebühren zum 01.01.2020 erhöht. Dies müssen wir in unseren DACHSER Mauttabellen berücksichtigen. Die neuen, ab dem 01.01.2020 gültigen, Mautgebührentabellen stellen wir unseren Kunden selbstverständlich gerne zur Verfügung.

Ihre zuständige Niederlassung informiert Sie gerne im Detail zu Ihrer speziellen Situation.

News 11.10.2019
Das neue DACHSER magazin ist da!

Das DACHSER Landverkehrsnetz in Europa ist über Jahre gewachsen und stets kam es darauf an, die richtigen Puzzleteile an der passenden Stelle zu platzieren und so das Gesamtbild zu vervollständigen.

Marktinformation 06.04.2019
Checkliste zum Brexit - Was sollten Sie beachten?

Was sollten DACHSER Kunden im Falle eines Hard Brexit beachten?
Verzögerungen beim Grenzübertritt wären im Falle eines harten Brexit die eine große Herausforderung - die andere wäre der neue bürokratische Aufwand beim Warenverkehr mit Großbritannien. In erster Linie wäre mit längeren Wartezeiten durch Grenzkontrollen und der Verzollung sämtlicher Waren nach WTO-Regeln zu rechnen. Was Unternehmen, die von und nach Großbritannien Sendungen transportieren lassen, beachten sollten, haben wir in unserer Brexit-Checkliste zum Download zusammengefasst: s. unten

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News 03.04.2019
Brexit – Fällt jetzt die Entscheidung?

Der ursprüngliche Austrittstermin Ende März wurde zwar verschoben, doch ein ungeregelter Austritt Großbritanniens aus der europäischen Union ist nach wie vor nicht vom Tisch. Ruhe bewahren und die Logistik wetterfest machen – das ist die Devise, nach der Unternehmen aktuell in Sachen Brexit agieren sollten.

DACHSER Brexit Checkliste

Was sollten DACHSER Kunden im Falle eines Hard Brexit beachten?

Verzögerungen beim Grenzübertritt wären im Falle eines harten Brexit die eine große Herausforderung - die andere wäre der neue bürokratische Aufwand beim Warenverkehr mit Großbritannien.

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Die Landesfakten (Stand: 2018)

184771000
Umsatz
9
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Sendungen
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